Performing Arts Management

Performing Arts Management

Online Recommendation Systems and The Arts

In Janner, Karin und Holst, Christian und Kopp, Axel (Hrsg.): Social Media im Kulturmanagement: Grundlagen, Fallbeispiele, Geschäftsmodelle, Studien; mitp Verlag, 2011; S. 77 – 100

BUY BOOK >

Online-Bewertungssysteme sollten als ernst zu nehmender Public-Relations-Kanal verstanden werden, da sie neben einer großen Nutzerschaft auch über eine hohe Glaubwürdigkeit verfügen und die Bewertungen weltweit, jederzeit und in enormer Geschwindigkeit verbreitet und wahrgenommen werden können und zudem über eine enorme Langlebigkeit verfügen. Es ist zu erwarten, dass nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Verbreitung von internetfähigen Handys die Nutzung von Online-Bewertungsplattformen weiter steigen wird. Kulturbetriebe sollten daher offensiv mit dem Thema Reputationssysteme umgehen, um nicht im Nachhinein negativ überrascht zu werden.
Bei einem aktiven Umgang mit dieser besonderen Spielart der Public Relations sollte der Kulturbetrieb authentisch und ehrlich aber auch diskussionsbereit kommunizieren. Der Kulturschaffende sollte damit rechnen auch negative Bewertungen zu erhalten, um in der tatsächlichen Situation nicht überhastet und möglicherweise unbedacht zu reagieren. Die Prüfung, ob es sich um eine berechtigte bzw. unberechtigte Kritik eines „normalen Users“, die Schmähkritik eines Trolls oder gar um eine Kritik handelt, die vom Plattformbetreiber gelöscht werden muss, sollte in jedem Fall vor einer möglichen Reaktion erfolgen. Dies durchaus vorsichtige Vorgehen sollte Kultureinrichtungen aber nicht davon abhalten, sich dem Feedback zu stellen und beherzt und offensiv in die Welt des Web2.0 einzutauchen. Ein großer Teil des (potentiellen) Publikums ist bereits dort.

Broadway meets Public Theatre

In Birnkraut, Gesa und Wolf, Karin (Hrsg.): Kulturmanagement Konkret – Interdisziplinäre Positionen und Perspektiven, An Anatomy of Arts Management; Institut für Kulturkonzepte, Band 02/2008; S. 107-131

BUY BOOK >

Anhand der vier Parameter Produktionskosten, Potentialauslastung, Einnahmen und künstlerischer Output zeigt der Artikel Diskrepanzen zwischen dem deutschsprachigen und dem effizienter arbeitenden angelsächsischen Theatersystem. Dabei stütz er sich auf Bühnenstatistiken aus New York, Deutschland und Österreich. Zugleich aber weist er auf die Potentiale hin, die solch ein Vergleich dem deutschsprachigen Theater eröffnen kann ohne dabei jedoch die strukturellen Unterschiede der Theatersysteme und die dahinter stehenden differenten Kunst- und Kulturauffassungen außer Acht zu lassen: nicht das bloße Kopieren der angelsächsischen Produktionsmethoden, sondern die gezielte und punktuelle Anwendung von Best Practice kann als ernstzunehmende Alternative und möglicher Weg aus der Misere für deutschsprachige Theater in Frage kommen.

Commercialisation in the Performing Arts

In Stegmayer, Hannah (Hrsg.): Sport- und Kulturkongress 2006 – Grenzen und Reichweiten der Erlebnisgesellschaft; Kufsteiner Hochschulhefte, Nov. 2007, S. 75-84

BUY BOOK >

Das angelsächsische Theatersystem ist im Vergleich zu den öffentlichen Theatern in Deutschland und Österreich äußert effizient. Er sollte aber nicht als eine einfache Alternative zu den staatlich geförderten Theatern missverstanden werden. Der kulturpolitische Auftrag in Form des Dreiklanges aus „Kulturgüter erhalten, neue schaffen und den Mitgliedern der Gesellschaft nahe bringen“ bedarf eine differenziertere Betrachtung als nach reiner Effizienz. Fakt ist allerdings auch, dass der Staat und die Gesellschaft immer weniger Raum für Kultur bedingungslos zur Verfügung stellen werden. Daher dürfen wir keine Angst haben vor Management. Gutes Management schafft den Raum für Kunst und Kultur. Die öffentlichen Bühnen werden effizienter produzieren und vermarkten müssen. Dies bedeutet aber nicht automatisch weniger künstlerisch. Ein Blick in den angelsächsischen Raum kann sich lohnen, nicht um blind zu kopieren, sondern um von Best Practice zu lernen.