Kommerzialisierung im Theater

Kommerzialisierung im Theater

Das angelsächsische Theatersystem ist im Vergleich zu den öffentlichen Theatern in Deutschland und Österreich äußert effizient. Er sollte aber nicht als eine einfache Alternative zu den staatlich geförderten Theatern missverstanden werden. Der kulturpolitische Auftrag in Form des Dreiklanges aus „Kulturgüter erhalten, neue schaffen und den Mitgliedern der Gesellschaft nahe bringen“ bedarf eine differenziertere Betrachtung als nach reiner Effizienz. Fakt ist allerdings auch, dass der Staat und die Gesellschaft immer weniger Raum für Kultur bedingungslos zur Verfügung stellen werden. Daher dürfen wir keine Angst haben vor Management. Gutes Management schafft den Raum für Kunst und Kultur. Die öffentlichen Bühnen werden effizienter produzieren und vermarkten müssen. Dies bedeutet aber nicht automatisch weniger künstlerisch. Ein Blick in den angelsächsischen Raum kann sich lohnen, nicht um blind zu kopieren, sondern um von Best Practice zu lernen.

In Stegmayer, Hannah (Hrsg.): Sport- und Kulturkongress 2006 – Grenzen und Reichweiten der Erlebnisgesellschaft; Kufsteiner Hochschulhefte, Nov. 2007, S. 75-84

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